Trinidad & Tobago - Natur Pur - Renate Körber und Thomas Bauer

Trinidad – "Natur Pur“: Unterwegs mit Kolibri-Reisen im April/Mai 2013

Unsere Anreise war bequem mit Condor mit einem 9-Stunden-Flug von Frankfurt nach Tobago, dann ging es weiter mit einem kurzen Inlandsflug von ca. 25 Minuten auf die Nachbarinsel Trinidad. Dort wurden wir bereits erwartet und zum Chateau Guillaumme, unserer Unterkunft, gefahren. Ein Willkommensdrink beendete den Tag, der Urlaub konnte beginnen.

Das Chateau Guillaumme liegt am Rande des Zentrums der Kleinstadt Arima, so dass alles fußläufig erreichbar ist. Es ist ein großes, zweistöckiges Gebäude mit vier zweckmäßigen Gästezimmern mit Dusche/WC und Klimaanlage und einer großen Küche als Aufenthaltsraum. Im 1. Stock wohnt der Eigentümer Matthew William mit seiner Frau Joan, für uns sehr zweckmäßig, denn wir mussten nur auf eine Klingel drücken, wenn wir etwas wissen wollten oder brauchten. Auf der anderen Seite hielten sich Matthew und seine Frau stets dezent im Hintergrund. In der Küche haben wir unser Frühstück und Abendessen eingenommen, einheimische Speisen mit viel Hühnchen, Fisch und Salat, lecker aber stets zu viel. Die Mangos aus dem eigenen Garten vor dem Haus waren dabei die Krönung.
 
Matthew war auch unser Reiseleiter, der uns die ganze Zeit über betreut und begleitet hat. Er ist sehr angenehm im Umgang, besorgt und gewissenhaft, mit viel Wissen über Flora und Fauna Trinidads, der uns auf viele Pflanzen und Vögel aufmerksam gemacht hat, die wir sonst nie gesehen hätten. Er ist für jeden Reisenden sicher ein Glücksfall.

Matthew war auch unser Reiseleiter, der uns die ganze Zeit über betreut und begleitet hat. Er ist sehr angenehm im Umgang, besorgt und gewissenhaft, mit viel Wissen über Flora und Fauna Trinidads, der uns auf viele Pflanzen und Vögel aufmerksam gemacht hat, die wir sonst nie gesehen hätten. Er ist für jeden Reisenden sicher ein Glücksfall.

Der erste Tag auf Trinidad führte uns zum „Asa Wright Nature Centre“ auf dem Gelände einer ehemaligen Kaffee- und Kakaoplantage, zum Urlaubseinstieg nach einem langen Flug ideal. Von der Veranda des sehenswerten alten Kolonialhauses kann man an einer Futterstelle viele Kolibris und andere bunte Vögel beobachten. Hier gibt es auch das Mittagessen in Form eines Buffets. Eine gemütliche, zweistündige Führung durch den Regenwald machte uns zunächst mit der Pflanzenwelt Trinidads etwas vertrauter. Nach dem Mittagessen war ein Bad in einem natürlichen Pool mit Wasserfall sehr erfrischend. 

 Gut ausgebaute Wege ermöglichten dann eigenständige Wanderungen, bei denen wir u. a. beinahe über ein Agouti gestolpert wären.

Den nächsten Tag „bestiegen“ wir mit Matthew den Mount Tamana mit rund 300 Meter Höhe eher ein Hügel. Die vierstündige Wanderung durch den Regenwald teils auch durch ein Bachbett und vorbei an einer großen Fledermaushöhle machte viel Spaß. Beim Abstieg verloren wir den Weg, der offenbar nicht allzu oft begangen wird. Hier zeigte sich, wie wichtig die Machete ist, die Matthew stets mit sich führte.

Einer der Höhepunkte unserer Reise war sicherlich der Aufstieg zum Cerro del Aripo, dem höchsten Punkt Trinidads. Matthew organisierte zur Unterstützung einen weiteren Führer, Andrew, jung, ruhig und sehr angenehm. Die sechsstündige Wanderung war von deutlich anderer Qualität als zum Mount Tamana, teilweise sehr steil, rutschig, feucht, ermöglichte dafür aber einen sehr unmittelbaren und lebhaften Eindruck von der Dichte des ursprünglichen Regenwalds. Der Abstieg vom Gipfelplateau zur unmittelbar darunter befindlichen Höhle von nachtaktiven Ölvögeln endete dank eigenen Ungeschicks mit einem Test, ob Kopf oder Felsen härter sind. Der Test endete unentschieden. Auch hier war Matthew wieder sehr aufmerksam und besorgt, er bedauerte allerdings erkennbar, Rum nicht zum Trinken sondern zur Wunddesinfektion verwenden zu müssen.

Interessant war am nächsten Tag der Ausflug zum größten Asphaltsee der Welt in den Südwesten Trinidads nach La Brea, eigentümlich das Gefühl des weichen, warmen Untergrunds beim Begehen der Asphaltmasse. Das Bild eines bis zum Hals versunkenen Besuchers am Eingang des Besucherzentrums machte uns nachdrücklich klar wie unverzichtbar ein Führer für das Betreten des Asphaltsees ist. Das Angebot des Bads in einer Wasserlache auf dem Asphaltsee haben wir dann auch dankend abgelehnt. Auf dem Rückweg hat uns Matthew in ein Lokal in San Fernando eingeladen mit den angeblich besten Rotis der Insel, es schmeck-te auf jeden Fall sehr gut. Verzichtbar erschien uns die Weiterfahrt zu „Devils Woodyard“, kleine Schlammvulkane, die doch sehr kümmerlich Dampf und Schlamm abgaben.

Eindrucksvoll an einem heißen, sonnigen Tag war der Besuch des indisch geprägten Westens Trinidads. Der „Dattatreya Mandit“ wird häufig auch Hanuman-Tempel genannt, weil sich hier mit über 25 Metern Höhe die größte Hanuman-Statue außerhalb Indiens befindet, sehr bunt, vielleicht etwas kitschig. Sehenswerter dagegen der ins Meer gebaute Hindutempel bei Waterloo mit seinen vielen Gebetsfahnen. Die Bootsfahrt im „Caroni Swamp National Park“ am Spätnachmittag auf Kanälen durch die Mangroven war bereits sehr stimmungsvoll, wurde aber noch gesteigert durch das Ankommen der roten Ibisse, die in der Lagune ihre Schlafplätze aufsuchten, in der abendlichen Dämmerung.

Selbstverständlich gehört zu einem Trinidad-Urlaub auch die Besichtigung der geschäftigen Hauptstadt Port-of-Spain, die von Arima aus völlig unproblematisch mit Bussen oder Maxi-Taxis erreichbar ist. Sehenswert sind der Independance Square mit katholischer Kathedrale, der Woodford Square mit Park, Parlamentsgebäude, Rathaus und anglikanischer Kathedrale sowie die „Seven Magnificent Buildings“ an der Queen´s Park Savannah. In dieser weitläufi-gen Parklandschaft spielt sich das heimische Leben ab mit Picknick, Cricketspiel, Kokos-nussverkauf, und, und.

Wir hätten gerne noch mehr als eine Woche auf Trinidad verbracht, nicht zuletzt auch dank der persönlichen Atmosphäre im Chateau Guillaumme mit Matthew, doch wir wollten uns auch noch Tobago ansehen. Unser dortiges Hotel „Bacolet Beach Club“ nahe der Hauptstadt Scarborough hat einen zwiespältigen Eindruck bei uns hinterlassen. Architektonisch überaus ansprechend konnten wir das leider nicht vom Service bestätigen. Sehr agressiv am Strand und am Swimmingpool waren zu der Zeit, zu der wir anwesend waren, die Mücken. Empfehlen können wir Frau Dr. Singh in der Main Street in Scarborough, die sehr kompetent unsere allergischen Reaktionen und Blasen behandelt hat. Ein Muss auf Tobago ist ein Leihwagen um die wunderschönen Strände besuchen zu können. Am besten gefallen hat uns Pigeon Point mit Glasbodenbootsfahrt, schnorcheln und Spaziergang im flachen Lagunenwasser am Nylonpool, aber auch die „Stadtstrände“ von Castara und Charlotteville und die einsamere Englishman`s Bay waren ein Erlebnis. Die Eiablage der Lederschildkröten nachts am Turtle Beach sollte man nicht verpassen.
 
Wer mehr über Trinidad und Tobago erfahren möchte, der sollte die Inseln am besten selbst besuchen. Sie gehören sicher zu den schönsten und lohnendsten Urlaubszielen in der Karibik.

Renate Körber und Thomas Bauer

Zurück